Coupe ANAV-Finale 2026
Berneck stand am 20. Juni ganz im Zeichen des Weins und der Geselligkeit. Die Weingilde Gallus richtete als Gastgeberin das Finale des Coupe ANAV 2026 im St. Galler Weindorf aus und bot den 18 Finalteams sowie zahlreichen Gästen ein abwechslungsreiches Programm mit hochstehendem Wettbewerb, kulturellen Entdeckungen und kulinarischen Höhepunkten.
Nicht nur der eigentliche Wettbewerb in der grossen Halle, bei dem sich die 18 Finalteams unter der strengen Leitung von Wettbewerbschef Felix Indermaur einem anspruchsvollen und vielschichtigen Fragenkatalog stellten, sondern auch das abwechslungsreiche Rahmenprogramm sorgte bei allen Beteiligten für grosse Freude.
Bereits am Vormittag tagten die Delegierten und behandelten verschiedene wichtige Traktanden. Begrüsst wurden sie von keinem Geringeren als dem St. Galler Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Bruno Dammann, der sich mit viel Interesse dem derzeit viel diskutierten Thema Wein widmete.
Die Begleitpersonen genossen nach einem Apéro im beeindruckenden Keller des Hauses des St. Galler Weins eine Führung durch die Küferei Thurnheer, eine der letzten traditionsreichen Küfereien der Schweiz. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich vom Handwerk und der Geschichte dieses Betriebs tief beeindruckt.
Klassiker – ohne Senf
Zur Mittagszeit wurde im historischen Torkel Oberdorf ein echter St. Galler Klassiker serviert: die berühmte St. Galler Bratwurst mit einem handgemachten, knusprigen St. Galler Bürli. Dazu wurde ein exklusiver Tropfen Rheintaler Weingeschichte ausgeschenkt – der Torkelwy 2022, gekeltert im altehrwürdigen Bernecker Torkel von 1682. Alt-Gemeindepräsident Jakob Schegg vermittelte den Gästen die bewegte Geschichte des Torkels und des Weinbaus in Berneck. Auch die Branchenorganisation St. Galler Wein, vertreten durch den Thaler Winzer Tom Kobel, hiess die Gäste mit interessanten Informationen rund um den Weinbau willkommen.
Am Nachmittag teilten sich die Teilnehmenden in drei Gruppen auf. Während sich die Finalisten konzentriert und in ruhiger Atmosphäre dem Wettbewerb widmeten, wurden die übrigen Gäste entweder vom offiziellen Bernecker Nachtwächter Markus Bänziger oder von Dorfkennerin Margrit Wellinger zu den Besonderheiten des Dorfes geführt – selbstverständlich inklusive eines guten Glases Wein. Danach folgte unter den ehrwürdigen Rathausbögen von Berneck eine vielfältige Degustation mit Weinen von sieben Rheintaler Winzern. Ein kleiner Wermutstropfen blieb, denn das stolze Rathaus war aufgrund von Renovationsarbeiten eingerüstet.
Kulinarisches Feuerwerk
Den krönenden Abschluss bildete ein kulinarisches Feuerwerk im Hotel Ochsen Berneck. Küchenchef und Patron Peter Kast begeisterte mit einem Dinner voller Geschmackserlebnisse, das bei den Gästen grossen Anklang fand.
Mit Spannung wurde die Bekanntgabe der Rangliste erwartet. Zuvor blickte Wettbewerbsleiter Felix Indermaur auf den Wettbewerb zurück und äusserte sich selbstkritisch zu einzelnen anspruchsvollen Fragestellungen. Dabei stellte sich einmal mehr heraus, dass auch die derzeit vielgelobte Künstliche Intelligenz nicht über jeden Zweifel erhaben ist.
Das Siegerteam ‘Zofingen 3’ sicherte sich die Goldmedaillen sowie einen Sonderpreis mit Übernachtung für eine Rückkehr ins schöne Rheintal. Team ‘Bern 1’ folgte mit knappen zwei Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. Als Silbermedaillengewinner erhielten auch sie einen Sonderpreis der Weingilde Gallus. Dem drittplatzierten Team ‘Era Ora’ aus dem Mendrisiotto konnte leider nicht persönlich applaudiert werden, da die Delegation bereits früher die Heimreise ins Tessin angetreten hatte. Zudem hat das Team den Spezialpreis ‘Swiss Wine Award’ gewonnen, da sie als Sieger bei der Verkostung der zwölf Schweizer Weine hervorgingen.
So ging ein rundum gelungener Anlass in stimmungsvoller Atmosphäre zu Ende. Die Organisatoren der Weingilde Gallus wie auch die Gäste zeigten sich gleichermassen zufrieden. Gildenmeister Franz Bertsch und Zeremonienmeister Charles Martignoni dankten allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Weinfreundinnen und Weinfreunden für ihren Beitrag zu diesem bedeutenden Anlass.
Charles Martignoni
