Sprache auswählen

 

Schweizerische Vereinigung der Weinfreunde

(ANAV)

 

Was man alles wissen könnte

Das Finale der Coupe ANAV war dieses Jahr anspruchsvoll. Die 18 in der Regionalausscheidung nominierten Teams stellten sich der Herausforderung und gingen mehr oder weniger erfolgreich daraus hervor.

Nein, es war keine Rätselstunde, auch wenn es manchen Teilnehmenden des Finals der Coupe ANAV so erschien. Doch die theoretischen Fragen der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbes, die von Coup-ANAV-Präsident Felix Indermaur zusammengestellt wurden, hatten es in sich. Denn wer weiss schon, dass Typhlodromus piri im Rebbau ein Nützling ist? In Deutsch ist der Nützling nämlich ganz einfach eine Raubmilbe. Oder wer weiss, dass die Bewegungen der Rebenranken Haptotropismus heissen? Oder hat sich schon jemand Gedanken zur Anzahl der Chromosomen der Reben gemacht? Ganz zu schweigen von der Festlegung, wo sich das nördlichste Weinanbaugebiet Europas befindet. Dieses lag bis vor kurzem noch in Schweden, inzwischen gibt es in Lettland nördlicher fussende Rebstöcke. Trotz des voraus genossenen Apéros und des Gläschens Wein zum Mittagessen, war das Gesicht von manchen Finalteilnehmenden nach den theoretischen Fragen ernüchtert.

Motiviert in der Hoffnung auf mehr Erfolgserlebnisse beugten sich die Teams nach der Pause über die Gläser mit je drei Schweizer und europäischen Weissweinen, sowie je drei Schweizer und europäischen Rotweinen. Doch einfacher wurde es auch hier nicht. Wer tippt bei einem hellroten Schweizer Wein schon auf den meist eher sattroten Barbera – einer Sorte, die in der Schweiz ohnehin kaum verbreitet ist. Da mag mancher und manche auf den genauso unüblichen, aber doch schweizerischeren Roten Eyholzer getippt haben. Dass viele noch nie zuvor in den Genuss eines Gamarello gekommen waren, erhöhte weder das Gefühl eines Erfolgserlebnisses, noch den Erfolg selbst. Glücklicherweise konnte dies mit dem einfacher zu erkennenden Merlot oder dem Silvaner etwas wett gemacht werden.

Auch alle, die keinen Podestplatz geholt haben, dürfen stolz darauf sein, sich dem Wettbewerb gestellt und in der Vorbereitung viel gelernt zu haben. Ganz olympisch stand das Mitmachen im Zentrum, diesmal nicht nur begleitet vom Gott Bachus, sondern auch von der Göttin Fortuna.

 

Hier alle Details zum Finale Coupe ANAV 2026:


Podium des Coupe ANAV 2026
:

3. Rang und Swiss Wine Award: "ERA ORA" (Mendrisiotto): Anna Valli, Raffaella Zolla, Eleonora Zanetti (unten von rechts)
Finale 2026 3. Rang ERA ORA

2. Rang:
"Bern I": Sandro Burn, Peter Liechti und Marcel Andrey (unten von rechts)
Finale 2026 2. Rang Bern 1

1. Rang: "Zofingen 3": Christian Bärtschinger, Bertrand Gentizon und Christoph Bürgi (unten von rechts)
Finale 2026 1. Rang Zofingen 3

... und hier finden Sie weitere Fotos des Coupe ANAV 2026 Finales. Click auf die Foto für Vergrösserung.